Puzzleteil Ehrenamt

Informationen für Engagierte

Was muss ich beachten, wenn ich ein Ehrenamt angehen will?

Sie suchen eine ehrenamtliche Tätigkeit, die Ihnen Spaß macht und bei der Sie Ihre individuellen Fähigkeiten und Talente einbringen können. Sie wollen auf diese Weise in Ihrer Region anderen Menschen helfen oder einer guten Sache dienen. Dann kommen hier die wichtigsten Informationen.

Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten, sollten Sie wissen:

  • Bei den meisten Tätigkeiten sind keine fachlichen Vorkenntnisse erforderlich.
  • Die grundsätzliche Voraussetzung ist die Lust, sich auf etwas Neues einzulassen.
  • Sie entscheiden, wofür Sie sich engagieren wollen und in welchem Zeitrahmen Sie das tun.
  • Mit dem freiwilligen Engagement tun Sie etwas für sich, was Freude bereitet, neue Kontakte schafft und Ihre Lebensqualität steigern kann.

Ein paar Vorüberlegungen können bei der Suche nach dem richtigen Engagement helfen. Was muss ich von der Organisation wissen, in der ich mich engagieren möchte? Wie ist etwa die Einarbeitung und Begleitung, Art und Umfang des Engagements, die Rahmenbedingungen meiner Tätigkeit, Versicherung, Fortbildung u. a. – Fragen, die Ihnen die Entscheidung für eine ehrenamtliche Tätigkeit erleichtern können.

Checkliste für freiwillig Interessierte

Wie finde ich das richtige Engagementfeld für mich?
Was muss ich wissen, wenn ich mich freiwillig engagieren will?

Ein paar Vorüberlegungen helfen Ihnen sicherlich anhand der nachfolgenden Fragen bei der Suche nach dem richtigen Engagement.

Was muss ich mich selber fragen?

  • Mein Selbstverständnis als Freiwillige/r: warum will ich mich engagieren?
  • Was möchte ich mit dem Engagement erreichen? Für mich persönlich und inhaltlich:
  • Worum geht es mir vor allem – um ein Thema, um den Kontakt mit anderen, um die Anerkennung der anderen…?
  • Was macht mir Freude und Spaß? Was interessiert mich am meisten – z.B. Umweltschutz, Migranten, ältere Menschen, Menschen mit speziellen Krankheiten oder Einschränkungen, Kulturelles, Betreuung, Hilfestellung, Verwaltung, Organisatorisches, Öffentlichkeitsarbeit, Freizeitgestaltung, Arbeit mit Kindern, Projektarbeit … ?

Die Tätigkeit sollte zu mir passen

  • Was kann ich gut? Denn nur was man gerne tut, macht man auch gut.
  • Was möchte ich nicht tun?
  • Welche Wege bin ich bereit, in Kauf zu nehmen – zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
  • Wieviel Zeit möchte ich investieren?
  • Was bringe ich an Vorkenntnissen mit – Erfahrung in Gruppen, Hobbys … ?
  • Erfahrungen im freiwilligen Bereich…
  • Wie belastbar bin ich? Wer fängt mich auf? Wem kann ich meine Erfahrungen im Engagement erzählen?

Was muss ich von der Organisation wissen, in denen ich mich engagieren könnte?

  • Welche Ziele werden allgemein verfolgt? Hier ist es möglich ins Internet zu gehen, um eventuell eine Homepage dazu zu finden. Die Freiwilligenbörse der Engagierte Stadt könnte dabei auch Informationen beisteuern.
  • Wie sieht die Freiwilligentätigkeit genau aus?
  • Wer übernimmt die Verantwortung für den Tätigkeitsbereich?
  • Mit welchen Menschen werde ich es zu tun bekommen? Was sollte ich über deren Lebenssituation wissen?
  • Was für Vorkenntnisse bzw. Einstellungen werden von mir erwartet, damit mein Engagement dem allgemeinen Ziel der Einrichtung
  • nützlich ist?
  • Muss ich Mitglied werden?
  • Hat die Einrichtung schon Erfahrungen mit Freiwilligen gemacht? Welche?
  • Gibt es eine Tätigkeitsbeschreibung für Freiwillige? Herrscht eine Haltung der Wertschätzung gegenüber Freiwilligen?
  • Arbeite ich allein oder im Team, dem eventuell andere Freiwillige angehören?
  • Gibt es eine Einführung in die Tätigkeit und wer ist mein Ansprechpartner/in?
  • Wie ist die interne Kommunikation? Gibt es regelmäßigen Feedback oder Feiern, zu denen ich auch geladen werde?
  • Gibt es Auslagenerstattungen für entstehende Kosten? Wie ist da das vereinbarte Verfahren?
  • Bin ich versichert während meiner freiwilligen Tätigkeit?
  • Gibt es Fortbildungen?
  • Wie ist der Datenschutz geregelt?
  • Gibt es eine Nachweis/Zeugnis für mein Engagement?

Worauf habe ich mich einzustellen? Was kann mir dort begegnen?

Die folgenden praktischen Hinweise sollen Ihnen erleichtern, sich auf Erwartungen und Erfahrungen, die Ihnen begegnen können, einzustellen. Jede Organisation oder Einrichtung hat eine nach außen transparente Darstellung von Zielen, Leitbildern o.ä. Wenn Sie sich ein Engagementfeld suchen, so prüfen Sie:

  • Fühle ich mich hier wohl?
  • Sprechen die Menschen eine Sprache, die ich verstehe und die ich erwidern kann?
  • Werde ich als Freiwilliger willkommengeheißen und in dieser Rolle akzeptiert?
  • Empfinde ich eine Haltung der Wertschätzung unter den Kollegen, wie mit den
  • Wird mein Engagement ernst genommen oder habe ich den Eindruck, dass ich Kunden / Klienten / Bewohnern / Nutzern der
  • Einrichtung umgegangen wird?
  • Eine Hilfskraft bin, die nur langweilige, unattraktive Sachen machen soll?

Da, wo die „Wellenlänge miteinander passt“, dort werden Sie sich am authentischsten und mit Freude und Spaß einbringen können.

  • Innerhalb einer Organisation gibt es informelle Regeln. Diese sind kennenzulernen: wie wird das hier gemacht? Wenn dies nicht beachtet wird, kann es leicht zu Fehlern und Konflikten kommen.
  • Als Freiwilliger/er sind Sie in einer Situation der Unerfahrenheit, nicht in der Situation des Inkompetenten. Dies gilt es wahrzunehmen für die eigene Sicherheit.
  • Es wird Respekt von Ihnen erwartet, manchmal bis hin zu einer vereinbarten Schweigepflicht. Dies ist jeweils in Einrichtungen der Fall, die mit Menschen direkt arbeiten. Das ist eine Verantwortung, die Sie zu tragen bereit sein müssen.
  • Begegnen Ihnen Geschichten von Menschen, die für Sie neu sind, die Ihnen Ihre privilegierte Stellung verdeutlichen und Ihr Menschenbild an sich anfragen, Ihre Einstellung zu dieser Gesellschaft. Sorgen Sie für sich, damit Sie Abstand gewinnen und wieder auf neue Anforderungen zugehen können.
  • Die Einrichtung investiert Zeit für Sie (Einarbeitung, Aufgabenvorbereitung etc.) Sie will dies mit Verlässlichkeit honoriert wissen. Dies bedeutet Vereinbarungen einhalten, wenn nötig rechtzeitig Bescheid sagen (in Zeiten der Erreichbarkeit der Einrichtung)
  • Die Materialien oder technische Geräte, die zur Verfügung gestellt werden, sind mit Sorgfalt zu behandeln. Diese Haltung wird vertrauensvoll vorausgesetzt.

Quelle: www.freiwillig-im-kreis-ploen.de

Versicherungsschutz für Bürgerschaftlich Engagierte

Bürgerschaftlich Engagierte unterstützen das Miteinander in Flensburg und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. Ohne sie würde es z. B. keine Vereine geben, keine helfenden und Rat gebenden Einrichtungen. Der Sportverein in der Nachbarschaft, das Seniorenheim nebenan oder die Jugendgruppe aus dem nächsten Stadtgebiet profitieren durch das Engagement freiwilliger HelferInnen. Doch auch bei dem (freiwilligem) Engagement müssen Richtlinien eingehalten werden, damit der Versicherungsschutz bei Unfällen während der ehrenamtlichen Tätigkeit greift.

Unfallversicherung

Was ist die gesetzliche Unfallversicherung?
Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Zweig der Sozialversicherung und schützt die Versicherten vor den Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit. Gesetzliche Grundlage ist das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII). Auf die Frage des Verschuldens kommt es für die Leistungen der Unfallversicherung nicht an, die Leistungen werden grundsätzlich unabhängig vom Verschulden gewährt und vom zuständigen Unfallversicherungsträger festgestellt. Die gesetzliche Unfallversicherung gleicht – durch Rehabilitation und Entschädigung – Gesundheitsschäden aus, die ehrenamtlich Tätige selbst erleiden. Nicht versichert sind in der gesetzlichen Unfallversicherung Schäden, die ehrenamtlich Tätige anderen Personen zufügen. Dafür benötigt man eine Haftpflichtversicherung.

Welcher Unfallversicherungsträger ist zuständig?
Die Feststellung, welcher Unfallversicherungsträger für bestimmte Tätigkeitsfelder bürgerschaftlichen Engagements zuständig ist, richtet sich in aller Regel nach der Art des Aufgabenbereichs sowie der Organisations- bzw. Rechtsform des betreffenden durchführenden Unternehmens. Befindet sich das durchführende Unternehmen oder die jeweilige Einrichtung in staatlicher oder kommunaler Trägerschaft, besteht Unfallversicherungsschutz in der Regel durch die

Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Zuständig ist dann entweder

  • die Unfallkasse des Bundes,
  • die jeweilige Unfallkasse im Landesbereich,
  • die jeweilige Unfallkasse im kommunalen Bereich oder der Gemeindeunfallversicherungsverband bzw. die örtlich zuständige Feuerwehr-Unfallkasse.

Es kann aber auch eine gewerbliche oder die landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zuständig sein, namentlich

Was wird versichert?
Ehrenamtliche sowie berufliche Tätigkeiten können beim Einhalten von verschiedenen Richtlinien von der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert werden. Dazu wird nicht nur das Ausüben des Auftrages an sich verstanden, sondern auch die Wege zum Aufgabenbereich und wieder nach Hause. Zusätzlich werden unmittelbare Vor- und Nachbereitungen sowie die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen versichert. Je nach Organisationsform der Arbeit kann der Versicherungsschutz jedoch auch einer anderen Unfallkasse oder der Berufsgenossenschaft zugeteilt werden. Übernommen werden Kosten für Behandlungen und Reha-Maßnahmen. Ist die Erwerbsfähigkeit als Folge des Unfalls um mindestens 20 Prozent gemindert, bekommt der Verletzte von der gesetzlichen Unfallversicherung eine monatliche Verletztenrente.

Haftpflichtversicherung

Was ist die gesetzliche Haftpflichtversicherung?
Eine Haftpflichtversicherung schützt gegen finanzielle Folgen von Schadenersatzansprüchen. Das bedeutet, dass man für Schäden, die man anderen aus Unvorsichtigkeit, Leichtsinn oder Unwissen hinzufügt, finanziell aufkommen muss. Ein geringeres Problem ist die umgeworfene und zu Bruch gegangene Vase. Viel gefährlicher sind Unachtsamkeiten, bei denen andere Personen gesundheitliche Schäden davontragen.

Haftung im Ehrenamt
Auch bei ehrenamtlichen Tätigkeiten kann es passieren, dass andere Personen verletzt oder Sachen beschädigt werden. Dabei haftet man grundsätzlich für körperliche Schäden oder Sachschäden, die man anderen Personen zufügt. Die geschädigte Person kann sich dann aussuchen, ob sie direkt Sie haftbar macht oder die Organisation, für die Sie ehrenamtlich tätig sind, in Anspruch nimmt. Angenommen, der Schaden wird über die Organisation abgewickelt, so kann sich diese unter bestimmten Voraussetzungen die entstandenen Kosten bei Ihnen wieder zurückholen – Sie also in „Regress“ nehmen. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn Sie den Schaden grob fahrlässig oder mit Absicht herbeigeführt haben.

Haftpflichtversicherung für Ehrenamtliche
Der einzelne Ehrenamtliche kann sich mit einer Privat-Haftpflichtversicherung in allen Fällen des fahrlässigen Handelns schützen. Sie ist unverzichtbar, weil sie den Einzelnen gegen berechtigte Schadenersatzforderungen absichert und unberechtigte Schadenersatzforderungen abwehrt. Allerdings werden nicht alle ehrenamtlichen Tätigkeiten von einer privaten Haftpflichtversicherung erfasst:

  • Ehrenämter, die im Dienst von Städten und Kommunen ausgeführt werden, sind von der privaten Haftpflichtversicherung nicht erfasst. Hier besteht Versicherungsschutz über die Städte und Kommunen.
  • Die ehrenamtliche Ausübung eines leitenden Amtes oder einer sogenannten „verantwortlichen“ Tätigkeit in einer Organisation oder einem Verein ist ebenfalls von der privaten Haftpflichtversicherung ausgenommen. Diese Ehrenamtlichen können über eine Vereinshaftpflichtversicherung versichert werden.

Mitglieder informell organisierter Bürgergruppen sollten sich bei ihrer Privat-Haftpflichtversicherung erkundigen, ob ihr freiwilliges Engagement abgedeckt ist. Handelt es sich z. B. um eine „verantwortliche“ Tätigkeit in einem Nachbarschaftshilfe-Projekt, ist sie möglicherweise von der privaten Haftpflichtversicherung ausgeschlossen. Diese Tätigkeiten können aber mit dem Privat-Haftpflichtversicherer eingegrenzt und gegebenenfalls im Einzelfall mitversichert werden.

Haftpflichtversicherungen für Vereine/Organisationen 
Einrichtungen, die Ehrenamtliche beschäftigen, können und sollten etwas für den eigenen und den Schutz ihrer Mitglieder und Mitarbeiter tun.

Betriebs- bzw. Vereinshaftpflichtversicherung:
Die Betriebs- bzw. Vereinshaftpflichtversicherung schützt gegen Schadenersatzansprüche, die ein Geschädigter direkt von dem Verein oder der Organisation einfordert. Die freiwilligen Mitarbeiter sollten ausdrücklich in den Versicherungsschutz eingeschlossen sein. Dabei muss die genaue Beschreibung der ehrenamtlichen Tätigkeit schriftlich festgehalten werden.

Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung:
Rein finanzielle Schäden sind nicht durch die normale Haftpflichtversicherung abgedeckt. Dafür gibt es die Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung. Diese sichert Vereinsvorstände gegen finanzielle Schäden, die sie verursachen. Sie greift z. B., wenn der Kassenwart es versäumt, pünktlich Rechnungen zu bezahlen und deswegen Mahngebühren fällig werden.

Veranstalter-Haftpflichtversicherung:
Die Durchführung von Veranstaltungen – z. B. auch Nachbarschaftsfeste – ist immer mit einem besonderen Schadensrisiko verbunden. Denn hier kommen viele Personen in geselliger Stimmung zusammen. Oftmals werden besondere sportliche oder spielerische Aktivitäten – gerade für Kinder – angeboten. Fehler beim Aufbau von Einrichtungen, Zelten, Tanzflächen o.Ä. können leicht einen Unfall begünstigen. Hier ist es sinnvoll, eine VeranstalterHaftpflichtversicherung abzuschließen – besonders dann, wenn keine Vereinshaftpflichtversicherung besteht.

Ausführliche Informationen über den Versicherungsschutz für Ehrenamtliche und Vereine/Organisationen finden Sie hier.

Die vier Gruppen der Versicherungsmöglichkeiten im Ehrenamt

  1. Gruppe: Pflichtversicherte kraft Gesetz

Unter diese Gruppe fallen alle ehrenamtlichen HelferInnen, die sich im Interesse der Allgemeinheit einsetzen. Diese sind dann gesetzlich unfallversichert. Darunter fallen in Schleswig-Holstein und Hamburg bei der Unfallkasse Nord:

  • ehrenamtlich Tätige im Rettungsunternehmen
  • ehrenamtlich Tätige in öffentlich-rechtlichen Einrichtungen, deren Verbände oder Arbeitsgemeinschaften und Bildungseinrichtungen
  • Menschen, die ehrenamtlich oder bürgerschaftlich wie Beschäftigte tätig sind
  1. Gruppe: Versicherte, die „im Auftrag“ oder „mit ausdrücklicher Einwilligung“ eines öffentlich- rechtlichen Trägers tätig werden

Häufig sind die Personen dieser Gruppe bei einer Gebietskörperschaft gesetzlich unfallversichert.
Im „Auftrag“ heißt:

  • es handelt sich um ein Projekt oder eine Maßnahme des Landes Schleswig-Holsteins
  • das Land Schleswig-Holstein hat den Auftrag vorher schriftlich erteilt.

„Mit ausdrücklicher Einwilligung“ meint:

  • es handelt sich um ein Projekt oder eine Maßnahme auf Initiative der Engagierten
  • Das Land Schleswig-Holstein hat dem Projekt oder der Maßnahme vorher schriftlich zugestimmt.
  1. Gruppe: freiwillig Versicherte

Ein Versicherungsschutz besteht nicht immer automatisch. Häufig müssen sich die Engagierten selbständig versichern (lassen). Dazu zählen diese Personengruppen:

  • gewählte oder beauftragte Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Organisationen
  • Gremien in Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen
  • Parteien im Sinne des Parteiengesetzes

Ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen sind oftmals nicht versichert, da die Aufgaben, die sie als Vereinsmitglied erledigen, dem Verein, aber selten der Allgemeinheit dienen.

  1. Gruppe: Satzungsmäßige Versicherte

Ehrenamtlich Tätige haben dennoch die Möglichkeit, gesetzlich unfallversichert (bei der Unfallversicherung Nord) zu werden, wenn Personen

  • unentgeltlich tätig werden
  • und mit ihrer Tätigkeit dem Gemeinwohl dienen
  • und die Organisation, für die Personen ehrenamtlich tätig werden, ohne Gewinnerzielungsabsicht Aufgaben ausführt, die im öffentlichen Interesse liegen, oder gemeinnützige oder mildtätige Zwecke fördert.

Was muss ich bei einem Unfall tun?

  • Im Zuge der ärztlichen Versorgung nach einem Unfall teilen Sie der behandelnden Ärztin/ dem behandelnden Arzt mit, dass sich der Unfall bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ereignet hat.
  • Melden Sie den Unfall umgehend bei der Stelle, für die Sie ehrenamtlich tätig sind.
  • Diese Stelle sendet eine Unfallanzeige an die Unfallversicherung (Link hinterlegt)

Beispiele

Beispiel 1: Ehrenamtliche Tätigkeiten im Auftrag der Kommune
Sobald Kommunen Privatpersonen oder privatrechtlichen Organisationen wie Vereinen ehrenamtliche Aufgaben erteilt, so sind diese Tätigkeiten und Laufwege bei der regional zuständigen Unfallkasse versichert. Voraussetzung dafür ist, dass die erteilten Aufgaben zum Verantwortungsbereich der Kommune zählen.

Tipp: Um lange und umfangreiche Ermittlungen nach einem Unfall vorzubeugen, ist es ratsam, eine schriftliche Vereinbarung mit der Kommune zu treffen. In dieser wird aufgezeigt, zwischen wem die Vereinbarung stattfindet, welche Aufgaben konkret ausgeführt werden und zu welchem Zeitpunkt gearbeitet wird.

Der Versicherungsschutz über eine Unfallversicherung bei der Kommune ist nicht aktiv, sobald ein Vereinsmitglied zum Beispiel Aufgaben für seinen Verein übernimmt, die nicht zuvor mit der Kommune vereinbart worden sind.

Beispiel 2: Ehrenamtliche Tätigkeiten als Kirchenmitglied in Kirchengemeinden
Ehrenamtliche HelferInnen, die in einer öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaft in dem Verantwortungsbereich einer Kirchengemeinde tätig sind, werden mit dem gesetzlichen Unfallschutz über die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft versichert.

Beispiel 3: Ehrenamtliche Tätigkeiten in Hilfsleistungs- oder Wohlfahrtsorganisationen
Engagierte HelferInnen in o.g. Bereichen sind gesetzlich versichert.

  • HelferInnen von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft oder der Feuerwehr sind über die regional zuständige Unfallversicherung versichert.
  • Personen, die im Gesundheitsdienst oder der Wohlfahrtspflege tätig sind, wie beispielsweise bei einem Verein für Flüchtlingshilfe, Diakonie oder AWO, werden über die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege versichert.
  • Engagierte, die beim Deutschen Roten Kreuz oder das Technische Hilfswerk ehrenamtlich angestellt sind, werden über die Unfallversicherung Bund und Bahn versichert.

Was kostet der Versicherungsschutz?

Der Versicherungsschutz ist für ehrenamtliche HelferInnen kostenlos, da die Beiträge von der Kommune und den Organisationen übernommen werden.

Finanzielle Leistungen für Ehrenamtliche

Informationen der Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement für Träger

Ehrenamtliche Tätigkeit
Ein Ehrenamt ist eine Tätigkeit, die freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich erfolgt. Ein Ehrenamt ist kein Arbeitsverhältnis. Der Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit sollte daher angemessen sein (= zeitlich nicht mehr als ein Drittel eines vergleichbaren Vollzeitberufs in Anspruch nehmen).

Eine schriftliche Vereinbarung mit den ehrenamtlich Tätigen eines Trägers kann die Rahmenbedingungen der Tätigkeit fixieren.

Aufwandsentschädigungen
Ehrenamtlich Tätigen können und sollten der Aufwand und die Auslagen erstattet werden, also Kosten, die der/dem Ehrenamtlichen entstehen, weil sie/er sein Ehrenamt ausübt (z.B. Reisekosten).

Erstattung von Auslagen
Gerade bei Personen mit geringem Einkommen sollte der Träger die Erstattung der Auslagen gewährleisten. Legt der ehrenamtlich Tätige für seinen Träger Beträge aus, so kann er sich diese gem. § 3 Nr. 50 EStG steuerfrei ersetzen lassen. Eine Pauschalierung ist nicht möglich.

Übungsleiterpauschale

Ehrenamtliche können für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung bekommen. § 3 Nr. 26 EStG sieht vor, dass für die sogenannte Übungsleiterpauschale eine Steuerbefreiung von Einnahmen bis zu einem Betrag von jährlich 2.400 Euro gegeben ist (Stand 2014).

Voraussetzungen: An die Tätigkeit, an die die Zahlung geknüpft ist, werden gewisse Voraussetzungen geknüpft. Es muss

  • eine nebenberufliche Tätigkeit vorliegen,
  • eine Tätigkeit als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder eine künstlerische Tätigkeit oder eine nebenberufliche Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen,
  • im Dienst einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer gemeinnützigen Körperschaft,
  • mit dem Zweck, gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu fördern.

Andere steuerliche Vergünstigungen können neben der Übungsleiterpauschale angewandt werden.

Man muss also nicht unbedingt als Trainer in einem Sportverein tätig sein, um die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen zu können.

Liegen die Voraussetzungen vor, so können pro Person und Jahr 2.400 Euro steuer- und sozialabgabenfrei hinzuverdient werden. Der diesen Freibetrag übersteigende Teil der nebenberuflichen Einnahmen muss versteuert werden.

Ehrenamtspauschale

Gem. § 3 Nr. 26 a EStG gibt es einen Steuerfreibetrag von 720 Euro im Jahr, wenn es sich um Einnahmen aus einer nebenberuflichen Tätigkeit handelt, die im gemeinnützigen, kirchlichen oder mildtätigen Bereich liegt (Stand 2014). Es handelt sich hierbei um eine Pauschale für Aufwendungen, die mit dem Ehrenamt verbunden sind. Alle Betriebsausgaben und Werbungskosten sollen unter diesen Tatbestand fallen. Von dieser Regelung können etwa Vereinsvorsitzende, Kassenprüfer oder andere Personen, die in einem gemeinnützigen Verein tätig sind, profitieren.

Die Übungsleiterpauschale kann neben der Ehrenamtspauschale geltend gemacht werden, selbst dann, wenn die Tätigkeiten in demselben Verein stattgefunden haben. Es muss sich dann aber um zwei verschiedene, voneinander abgrenzbare Tätigkeiten handeln.

Die Ehrenamtspauschale kann für alle Tätigkeiten für gemeinnützige Vereine, kirchliche oder öffentliche Einrichtungen beansprucht werden, etwa für eine Tätigkeit

  • als Vereinsvorstand, etwa als Vorsitzender oder Kassenwart
  • als Platzwart oder Gerätewart
  • im Reinigungsdienst
  • im Fahrdienst von Eltern zu Auswärtswettkämpfen von Kindern.

Voraussetzungen: Die Inanspruchnahme der Ehrenamtspauschale hat zur Voraussetzung, dass

  • die Tätigkeit der Förderung von gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient,
  • die Tätigkeit nebenberuflich ausgeübt wird, also zeitlich nicht mehr als ein Drittel eines vergleichbaren Vollzeitberufs ausmacht.

Wie bereits oben dargestellt, sind Zahlungen einer (oder mehrerer) Einrichtungen für solche ehrenamtlichen Tätigkeiten nur bis zur Höhe von insgesamt 720 Euro pro Jahr und Person steuer- und sozialabgabenfrei. Werden darüber hinaus Zahlungen erbracht, müssen diese weitergehenden, die Summe von 720 Euro übersteigenden Beträge versteuert werden.

Für dieselbe Tätigkeit darf neben der Übungsleiterpauschale nicht auch noch die Ehrenamtspauschale beansprucht werden.

Es dürfen beide Vergünstigungen in Anspruch genommen werden, wenn es sich um unterschiedliche Tätigkeiten handelt, unerheblich ob diese im selben Verein oder in derselben Einrichtung ausgeübt werden.

Was bietet mir die Ehrenamtskarte?

Die Ehrenamtskarte erhalten Sie als Dank und Anerkennung für Ihr ehrenamtliches Engagement. Achten Sie im Alltag an Eingängen oder Kassen auf das Logo der Ehrenamtskarte. Hier erhalten Sie bei Vorlage Ihrer Karte attraktive Vergünstigungen. Alle aktuellen Bonusangebote finden Sie auf der Homepage der Ehrenamtskarte. Die Ehrenamtskarte gilt landesweit in allen gekennzeichneten Einrichtungen. Die Geltungsdauer der Karte beträgt zwei Jahre. Nach Ablauf kann erneut eine Ehrenamtskarte beantragt werden, sofern die Voraussetzungen dazu erfüllt sind. Die Ehrenamtskarte ist nicht übertragbar und nur in Verbindung mit dem Personalausweis gültig.

Die Ehrenamtskarte können Ehrenamtliche bekommen, die:

  • in einer gemeinnützigen Organisation in Schleswig-Holstein nachweislich tätig sind, z.B. in Vereinen, Stiftungen, Kirchen, Kommunen oder die in einer Selbsthilfegruppe engagiert sind,
  • sich in den vergangenen zwei Jahren mindestens drei Stunden pro Woche, bzw. 150 Stunden pro Jahr, ehrenamtlich engagiert haben,
  • für ihre Tätigkeit kein Geld erhalten, also kein Honorar, kein Gehalt, keine Übungsleiterpauschale oder sonstige geldwerte Vorteile. Eine Erstattung von Auslagen, wie z.B. Fahrtkosten, ist unschädlich,
  • mindestens 16 Jahre alt sind.

Um eine Ehrenamtskarte zu beantragen, füllen Sie bitte dieses PDF Formular aus und senden Sie das vollständig ausgefüllte Formular an die aufgeführte Adresse.

Ausnahmegenehmigung Parken für Ehrenamtliche

Ehrenamtliche, die im sozialen und karitativen Bereich tätig sind und keine Aufwandsentschädigung erhalten, können bei der  Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement  einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen. Dazu brauchen sie nur eine Bescheinigung des Trägers über das Engagement, die Zeit und den Ort, den Antrag vom TBZ (hier: Ausnahmegenehmigung_46Abs1StVO-neu), sowie eine Kopie von Fahrzeugschein und Personalausweis. Diese Unterlagen werden bei der Anlaufstelle eingereicht und geprüft, das TBZ stellt dann die für ein Jahr gültige Ausnahmegenehmigung aus.

Beantragen können die Ausnahmegenehmigung Ehrenamtliche, die

  • volljährig sind,
  • eine Tätigkeit innerhalb Flensburgs ausführen,
  • regelmäßig (mindestens über einen Zeitraum von 3 Monaten mind. 1 x wöchentlich),
  • unentgeltlich (also kein Geld in Form von Honorar, Übungsleiterpauschale, Aufwandsentschädigung usw. oder geldwerte Vorteile erhalten) und
  • in einer Organisation (Vereine, Initiative, Institution) tätig sind,
  • die einen sozialen oder karitativen Zweck verfolgt.

Die Richtlinie finden sie hier: Richtlinien für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung-final.

Anerkennungskultur

Bürgerschaftliches Engagement hält unsere Gesellschaft in starkem Maße zusammen und ist eben „Ehrensache“. Anerkennung ist ein wichtiges menschliches Bedürfnis. Dank und Anerkennungskultur gegenüber Menschen, die sich für andere engagieren, sollte selbstverständlich sein. Ehrenamtliche entwickeln Eigeninitiative, bringen Ideen ein und investieren Zeit und Geld. Die Aktivität der Ehrenamtlichen wahrzunehmen und ihnen ihre Leistung zu bescheinigen, ist ein wesentlicher Motor, um Engagement weiter zu ermutigen und andere zum Helfen hinzuführen.

Das Anerkennungskonzept der Stadt Flensburg beinhaltet verschiedene Formen der Anerkennung. Neben der Ehrung zum Tag des Ehrenamtes alle 2 Jahre gibt es „Flensburg sagt Danke“, eine anlassbezogene Veranstaltung, bei der Ehrenamtlichen von der Verwaltungsleitung gedankt wird. Die Messe „Engagiert in Flensburg“ findet ebenfalls alle 2 Jahre statt und ermöglicht den Vereinen, Einrichtungen und Initiativen, sich einem breiten Publikum vorzustellen.

Des Weiteren arbeitet die Verwaltung an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Engagierte. Zur Zeit wird geprüft, ob und wie kostenloses Parken für Ehrenamtliche im Rahmen ihres Einsatzes ermöglicht werden kann.

Engagierte, die sich ihre ehrenamtliche Tätigkeit von der Stadt Flensburg bescheinigen lassen möchten, brauchen einen Nachweis des Trägers oder von Dritten oder müssen das Engagement glaubhaft darlegen. Auskunft gibt die Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement.

Informationen für FlüchtlingshelferInnen

Hier finden Sie Wissenswertes für Ihr Engagement mit Geflüchteten. Die gemeinsame Anlauf- und Beratungsstelle der Stadt Flensburg und der Flüchtlingshilfe e.V. pflegt diese Seiten. Gefördert wird diese Anlauf- und Beratungsstelle vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein.

Zu den verschiedenen Möglichkeiten, ehrenamtlich für Geflüchtete aktiv zu werden nutzen Sie bitte die Freiwilligenbörse auf diesen Seiten oder sprechen uns direkt an! Auch Kritik und Anregungen bitte gern an uns.

Ansprechpartnerinnen:

Inken Carstensen-Egwuom, Stadt Flensburg, Tel: 0461-85 1333, E-Mail: Carstensen-Egwuom.Inken@Stadt.Flensburg.de

Daniela Weickert-Thümmel, Flüchtlingshilfe Flensburg e.V., Tel: 0461-40797382, E-Mail: Daniela.Weickert@Fluechtlingshilfe-Flensburg.de

 

 

Interessante Links mit aktuellen Informationen:

Informationen zur Situation in Flensburg gibt es auf der Homepage der Stadt Flensburg, Koordinierungsstelle für Flüchtlinge.

Informationen seitens der Landesregierung Schleswig-Holstein für Interessierte, Ehrenamtliche sowie für Geflüchtete selbst in Schleswig-Holstein gibt es auf den Seiten „Flüchtlinge in Schleswig-Holstein„.

Aktuelle Informationen zur Asyl- und Flüchtlingspolitik gibt es beim Flüchtlingsrat Schleswig Holstein sowie bei Pro Asyl. Außerdem informieren z.B. der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen, der Mediendienst Integration und das Migazin jeweils über Entwicklungen zu Migration, Flucht und Integration.

Die Hoaxmap ist eine interaktive Karte, auf der alle Falschmeldungen über Geflüchtete gesammelt werden. Solche Gerüchte beeinflussen die Stimmung gegenüber Flüchtlingen und Ehrenamtlichen und das Wissen über den Inhalt und das Ausmaß solcher Meldungen ist für alle wichtig!

Die Website Yallah Deutschland von den Krautreportern bietet Einblicke in den Alltag von Geflüchteten und vielfältige Perspektiven.

Diese beiden Internetseiten/Apps bieten Flüchtlingen selbst eine großartige Möglichkeit, wichtige und interessante Informationen zu bekommen: https://handbookgermany.de/  und https://ankommenapp.de/  Für Ehrenamtliche sehr nützlich, weil diese Seiten zeigen, was alles wichtig und unklar sein kann!

Wissenswertes zum Engagement mit Geflüchteten allgemein:

Die Broschüren vom Flüchtlingsrat (Flüchtlingshilfe konkret) und der Diakonie SH (Leitfaden für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit)  geben wichtige Hinweise und eine sehr nützliche Einführung.

Ein Infopapier des Informationsverbundes Asyl und Migration e.V. informiert konkret über die Rahmenbedingungen des freiwilligen Engagements für Schutzsuchende.

Als Informationsquelle empfehlen wir außerdem: http://fluechtlingshelfer.info/start/  Dies ist eine bundesweite Seite mit einer Vielzahl an Informationsangeboten für Engagierte, herausgegeben vom Informationsverbund Asyl und Migration e.V. und gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Man findet hier Broschüren, Informationsflyer, Projektideen, Videos und vieles mehr. Stöbern lohnt sich!

Steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung des Engagements für Schutzsuchende sind auf der Homepage des Finanzministeriums zusammengefasst. Hier wird gezeigt, wie sich Hilfeleistungen steuerlich vorteilhaft auswirken können.

Außerdem gibt es auch auf der Seite www.engagiert-in-sh.de einen Unterpunkt „Engagement und Geflüchtete„. Dort finden sich viele nützliche Informationen und Kontaktdaten.

Ein Video mit dem Titel: „Unterstützungsarbeit – Auf Augenhöhe mit Geflüchteten?“ regt dazu an, über die eigene Tätigkeit als Unterstützer, Helferin, Pate oder Sprachlehrerin nachzudenken.

Die Videoreihe „Blickwechsel – Welche Hilfe heißt Willkommen?“ regt dazu an, verschiedene Perspektiven einzunehmen: Geflüchtete Journalisten und Journalistinnen berichten von ihren Erfahrungen mit Ehrenamtlichen und fragen außerdem unterschiedliche Engagierte nach ihrer Motivation.

Wissenswertes zum Asylverfahren und zur Familienzusammenführung:

Informationen zum Asylverfahren vom BAMF – Überblick auf der Homepage. Informationen zum Asylverfahren vom Paritätischen Wohlfahrtsverband – ausführliche Broschüre.

Ein sehr sehenswerter, anschaulicher und frei verfügbarer Film mit wichtigen Informationen zur Anhörung in sehr vielen verschiedenen Herkunftssprachen von Schutzsuchenden ist hier verfügbar: http://www.asylindeutschland.de/de/film-2/ Der Film darf gern geteilt und auch in größeren Kontexten öffentlich gezeigt werden! Außerdem gibt es das Merkblatt zur Vorbereitung auf die Anhörung in verschiedenen Sprachen – vom Informationsverbund Asyl und Migration e.V.

Zur Anwesenheit eines Beistandes (also einer begleitenden Vertrauensperson) bei der Anhörung gibt es vom Flüchtlingsrat Niedersachsen eine Informationsseite.

Für syrische Geflüchtete und ihre Unterstützer gibt es eine zweisprachige Broschüre zum Familiennachzug vom Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migranten in Berlin.

Die besondere Situation afghanischer Flüchtlinge und den Umgang mit Ängsten aufgrund von möglicher Abschiebung und Ablehnung thematisiert diese Informationsseite von Pro Asyl. Die grundlegenden Informationen und Links auf dieser Seite sind sehr nützlich!

Hinweise zum Umgang mit Einstellungsbescheiden gibt es auf den Seiten des Niedersächsischen Flüchtlingsrats. Der Flüchtlingsrat Schleswig Holstein fügt hinzu, dass sie von der pauschalen Angabe der Fluchtgründe in dem Antrag auf Wiederaufnahme abraten, weil das zu leicht zu Widersprüchen in der Anhörung führen kann.

WICHTIG: Wenn Sie als Ehrenamtliche/r eine Person im Asylverfahren begleiten, sollten Sie bei Fachfragen immer die Beratung durch eine professionelle Migrationsberatungsstelle empfehlen (In Flensburg: AWO Integrationscenter oder Diakonisches Werk, Migrationsfachdienst). Die MitarbeiterInnen dort können auf Basis umfassender Kenntnisse über rechtliche Gegebenheiten beraten und werden auch den Gang zu einem Anwalt empfehlen, wenn es angebracht ist.

Wissenswertes zu Arbeit, Ausbildung und Praktika:

Ein Infoblatt zum Thema Arbeit, Ausbildung und Praktika für geflüchtete Menschen in Flensburg bietet eine Sammlung an informativen Links und Kontaktdaten in Flensburg.

Wissenswertes zu Verträgen, Konto, Telefon, Versicherungen, etc…

Eine sehr nützliche Broschüre der Schuldnerberatung Schleswig-Holstein mit dem Namen „Gut zu Wissen“ weist den Weg durch das Dickicht.

Auf den Seiten der Schuldnerberatung Hessen finden sich mehrsprachige Informationen zu Themen wie Wohnungssicherung, Energiesicherung, Mahnungen etc.: http://www.schuldnerberatung-hessen.de/informationsblaetter-53/deutsch.html

Außerdem informiert die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein auf ihren Seiten mehrsprachig über ihr Beratungsangebot und gibt nützliche Informationen.

Wissenswertes zum Thema Kirchenasyl:

Hier empfehlen wir die Homepage der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche: http://www.kirchenasyl.de/

Wissenswertes zum Thema Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge:

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. informiert auf seiner Homepage über wichtige Fakten und Unterstützungsmöglichkeiten: http://www.b-umf.de/

Konkret stellt der Bundesfachverband auch eine Arbeitshilfe für zur Vorbereitung auf die Anhörung im Asylverfahren speziell für Vormünder und ehrenamtliche Begleitpersonen zur Verfügung.

Außerdem gibt es seit Januar 2017 eine Willkommensbroschüre für unbegleitete Minderjährige. Jugendliche aus ganz Deutschland haben daran mitgearbeitet, um die Wichtigsten Fragen zur ersten Zeit in Deutschland in jugendgerechter Sprache zu erklären.

Das Sozialministerium des Landes Schleswig Holstein hat im Landesportal außerdem eine eigene Seite mit Informationen zur Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen in Schleswig-Holstein veröffentlicht.

Wissenswertes zur Unterstützung beim Spracherwerb Deutsch:

Der Helferkreis in Tannhausen/Schwaben hat eine Sammlung an nützlichen Materialien entwickelt. Die Bestellseite für kostenpflichtige Materialien befindet sich beim Auer Verlag. Unten auf dieser Seite befinden sich auch kostenfreie und frei vervielfältigbare Merk- und Arbeitsblätter. Ein Überblick über das „Tannhauser Modell“ mit weiteren Informationen und Materialien findet sich hier: http://www.deutschkurs-asylbewerber.de/tipps-und-downloads/

Ein kostenloser Online-Kurs für Ehrenamtliche, die beim Spracherwerb Deutsch helfen, ist zum Selbststudium hier verfügbar.

Kostenlos Deutsch üben“ ist auf den Seiten des Goethe-Instituts möglich. Außerdem kann man auf diesen Seiten des Goethe-Instituts zur Selbsteinschätzung und Vorbereitung auf Einstufungstests Probeprüfungen auf unterschiedlichen Niveaus kostenlos und barrierefrei durchführen. Hier gibt es eine spezielle Seite des Goethe Instituts mit den ersten Schritten (u.a. zum Spracherwerb) für Geflüchtete.

Auf den Seiten der Deutschen Welle kann man ebenfalls kostenlos Deutsch auf unterschiedlichen Niveaus üben.

Wissenswertes zu Sprachmittlung und Dolmetscherinnen:

Für Asylbewerber im Verfahren gibt es in Flensburg eine Betreuung durch das Diakonische Werk und die AWO, je nach Unterbringung. Für einzelne Arztbesuche und Behördengänge ist es über diese Betreuung oft möglich, eine Sprachmittlung zu organisieren. Hier sind die Betreuerinnen in den Unterkünften die ersten AnsprechpartnerInnen.

Für wichtige Elterngespräche in den DAZ-Zentren gibt es die Möglichkeit, einen vereidigten Dolmetscher zu engagieren! Der Kontakt und auch die Kostenabrechnung werden über diese Plattform des IQSH organisiert und muss vom DAZ-Zentrum initiiert werden.

Ehrenamtliche Sprachmittlung wird über verschiedene Initiativen und Organisationen nach Möglichkeit und Kapazität vermittelt. Bei Interesse können alle potenziellen Ehrenamtlichen – aber auch Menschen, die Sprachmittlung benötigen –  Kontakt zur Koordinierungssstelle für Integration der Stadt Flensburg oder zur Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. aufnehmen.

Wissenswertes zur Teilhabe am Alltagsleben, Sportvereinen, Veranstaltungen etc.:

Auf der Seite des Sportverbandes Flensburg findet sich eine Liste aller Sportarten, die man in Flensburg trainieren kann. Durch einen Klick auf die Sportart wird angezeigt, welcher Verein diese Sportart anbietet.

Außerdem können sich Sportvereine und Sportinteressierte beim Projekt „Sport! spricht alle Sprachen“ melden.

Zum Thema Verkehrssicherheit beim Fahrradfahren gibt es hier einen Kompaktguide, Infomaterialien und eine App: www.germanroadsafety.de.

Wissenswertes zum Thema Gesundheitsversorgung und Traumatisierung:

Für allgemeine Fragen zur Gesundheitsversorgung gibt es auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums  einen „Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende“ in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Dari, Farsi und Pashto.

Niedergelassene Ärzte haben die Möglichkeit, über einen Telefonanruf die kostenlose Sprachmittlung über die Ife Gesundheits-AG in Anspruch zu nehmen. Möglich sind Arabisch, Kurdisch (Kurmandschi), Türkisch, Russisch und Englisch. Zeiten Mo., Di., Do., Fr. 9-17:30 Uhr und Mittwochs 9-13 Uhr. Telefonnummer: 04526-381-370.

Erste Information zu Traumatisierungen bietet ein Handout zu einem Vortrag von Dipl.-Psych. Ulrike Schneck von refugio Stuttgart .

Die Bundespsychotherapeutenkammer hat zwei Ratgeber herausgebracht: Für FlüchtlingshelferInnen mit dem Titel „Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen?“ und für Eltern von traumatisierten Kindern den „Ratgeber für Flüchtlingseltern: Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind?“ Der Ratgeber für Eltern ist auch auf Arabisch, Farsi und Englisch verfügbar.

Niederschwellige psychosoziale Beratung und Wegweisung bietet die AWO in dem Projekt „Psychologische Beratung für Geflüchtete“ an – dieses Projekt ist für Geflüchtete in ganz Flensburg (im Verfahren, anerkannt oder nicht) offen. Die Telefonnummer der Beraterin Felicia Elsler ist: 01515-41 46 477.

Eine psychiatrische Akutsprechstunde bietet die Gemeinschaftspraxis Schuster in der Fördestraße 72 an jedem Dienstag und Freitag von 8:30-10:00 Uhr an. Dort ist man ohne Termin willkommen, muss aber bis spätestens 8:00 Uhr in der Praxis sein!

Ansprechpartner

Fragen zu „Engagierte Stadt“

  • Ich möchte etwas über die Engagierte Stadt erfahren.
  • Ich möchte Teil der Engagierten Stadt werden.
  • Ich habe Fragen zu Veranstaltungen der Engagierten Stadt.
  • Ich möchte das KommRein nutzen.

Ansprechpartnerin

SBV-Stiftung Helmut Schumann
Miriam Kohlsdorf
Willi-Sander-Platz 1
24943 Flensburg

Tel. 0461 31560-393
mkohlsdorf@sbv-flensburg.de

 

Fragen zum „Bürgerschaftlichen Engagement“

  • Ich habe allgemeine Fragen zum Bürgerschaftlichen Engagement in Flensburg.
  • Ich möchte etwas über die Anerkennung Bürgerschaftlichen Engagements erfahren.
  • Ich habe Ideen für Fortbildungen.
  • Ich möchte regelmäßig per Newsletter über Engagement in Flensburg informiert werden.
  • Ich möchte mich als Institution bei der Freiwilligenbörse anmelden.

Ansprechpartnerin

Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement
Svenja Mix
Rathaus, Zimmer 1214
Rathausplatz 1
24937 Flensburg

Tel. 0461 85-2825
engagiert@flensburg.de

Ich möchte mich für meinen Stadtteil engagieren.

In vielen Stadtteilen gibt es Foren und Interessengemeinschaften, in denen sich die Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt für ihre Umgebung einsetzen. Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die bestehenden Gruppen mit den jeweiligen Kontaktadressen.

Ich möchte mich für Geflüchtete engagieren.

Bitte kontaktieren Sie Inken Carstensen-Egwuom oder Daniela Weickert-Thümmel von der gemeinsamen Anlauf- und Beratungsstelle für ehrenamtliches Engagement mit Geflüchteten:

Inken Carstensen-Egwuom
Rathaus, Zimmer 1213
Rathausplatz 1
24937 Flensburg

Tel: 0461-85 1333
Carstensen-Egwuom.Inken@Stadt.Flensburg.de

 

Daniela Weickert-Thümmel
Flüchtlingshilfe Flensburg e.V.
Schiffbrücke 45
24939 Flensburg

Tel: 0461-40797382
Daniela.Weickert@Fluechtlingshilfe-Flensburg.de